Lecker und gesund

Köstliche Rosmarinkartoffeln, leckere Kräuterbutter, oder ein scharfes Thai-Curry: Frische Kräuter verleihen jedem Gericht die richtige Würze. Mit einem Kräuterbeet sind die schmackhaften Gewürze fast das ganze Jahr über griffbereit. Der Bratensauce fehlt das gewisse etwas? Kein Problem! Nur schnell in den Garten gehuscht und das Essen wird zum Festmahl. Auch der Gesundheit sind frische Kräuter nachweislich zuträglich. Petersilie enthält stolze 130 mg Vitamin C pro 100 Gramm. Andere Kräuter beeindrucken durch sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe können der Vorbeugung und Linderung von Krankheiten dienen, so wirkt Thymian bei Erkältungen etwa schleimlösend und Pfefferminze wirkt entkrampfend bei Bauchschmerzen. Wie auch Sie Zuhause ein Kräuterbeet anlegen können, erklären wir in folgendem Blogeintrag.

Welches Kraut darf es sein?

Die Welt der Würzkräuter ist sehr groß. Was im Kräuterbeet gepflanzt wird, ist natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. Mehrjährige, auch ausdauernde Kräuter, die sich über viele Jahre immer wieder aufs neue ernten lassen sind zum Beispiel Rosmarin, Thymian, Salbei, Liebstöckel (auch Maggikraut genannt), Bohnenkraut, Oregano und Schnittlauch. Jedes Jahr aufs Neue säen müssen Sie Dill, Basilikum und Petersilie, letztere beginnt im zweiten Jahr zu blühen und produziert danach leider deutlich weniger Blätter. Wer gerne Tee oder Cocktails trinkt, eigenen Likör ansetzt oder gerne arabisch kocht, findet sein Glück mit verschiedenen Minze-Sorten und Zitronenmelisse. Die Blüten der meisten Kräuter sind auch beliebt bei Hummeln und Bienen, so hilft Ihr Kräuterbeet auch der Tierwelt.

Das klassische Kräuterbeet

Wer einen Garten sein Eigen nennt und noch einen, möglichst vollsonnigen Platz zur Verfügung hat, kann ein Stück des Rasens einfach in ein Kräuterbeet umwandeln. Am besten geschieht dies im frühen Frühling bevor die Gartensaison anfängt. Viele Kräuter sind nicht völlig winterhart, Jungpflanzen vertragen Fröste weniger als alteingesessene. Stechen Sie einfach Grassoden mit dem Spaten in der gewünschten Form des gewünschten Kräuterbeets aus und sorgen für eine Beet-Umrandung, damit der umgebende Rasen nicht ins Beet wächst. Werten Sie dann Ihre Gartenerde mit etwas Kompost und Gartenkalk auf. Ist Ihr Gartenboden sehr lehmig und neigt zu Staunässe, mischen Sie ihn mit Kompost, Sand und Kies. Welche Kräuter wann gesät oder gepflanzt werden, entnehmen Sie den Angaben der Hersteller.

Pflanzkästen und Hochbeete

Bei Rückenproblemen, oder einfach aus Geschmacksgründen sind auch Pflanzkästen und Hochbeete eine gute Variante eines Kräuterbeets. Stellen Sie ihren Pflanzkasten möglichst sonnig auf und denken Sie bei Hochbeeten an ein Wühlmausschutzgitter. Hier reicht engmaschiger Draht, der auf dem Boden ausgelegt wird. Ein Hochbeet kann mit Gartenabfällen wie Strauchschnitt, Rasenschnitt, Kompost und Laub gefüllt werden, darum bietet es sich an Hochbeete bereits im Herbst anzulegen und bis zum Frühling mit dem bepflanzen zu warten. Über Herbst und Winter fallen meist viele Gartenabfälle an, die als Hochbeet-Füllung noch einen sinnvollen Zweck erfüllen können. Als nächstes füllen Sie ein Gemisch aus Mutterboden oder gemüsegeeigneter Erde, gemischt mit Kompost ein. Im Pflanzer reicht Erde mit Kompost und Kalk gemischt als Füllung.

Der Topfgarten

Manchmal reicht der Platz für ein Beet oder Hochbeet einfach nicht aus, zum Beispiel wenn nur ein kleiner Garten oder ein Balkon zur Verfügung steht. Aber auch mit wenig Platz müssen Sie nicht auf frische Kräuter verzichten. Ein Topfgarten kann Abhilfe schaffen! Stellen Sie die Töpfe sonnig auf und befüllen diese mit oben genannten Substraten, mit ein paar Kieseln oder Topfscherben im Topfboden vermeiden Sie Staunässe in Ihren Töpfen. Die meisten Kräuter gedeihen in ausreichend großen Töpfen genauso gut wie im Kräuterbeet, doch nach einiger Zeit wird die Pflanze womöglich zu groß für den Topf oder die Erde ist ausgelaugt, dann ist es Zeit zum umtopfen. Ein Hinweis für Nährstoffmangel, sind kümmernder Wuchs oder helle, gelbliche Blätter.

Selber ziehen, oder fertige Pflanzen kaufen?

Bei der Bepflanzung des Kräuterbeets stellt sich auch die Frage „Ziehe ich die Pflanze selber aus Samen, oder kaufe ich fertige Pflanzen?“, diese lässt sich je nach Kraut und Gärtnererfahrung beantworten. Es gibt Kräuter, die sich relativ unproblematisch aus Samen ziehen lassen, wie zum Beispiel Dill oder verschiedene Basilikumarten. Ausdauernde Kräuter wie Thymian, Rosmarin wachsen etwas langsamer, ungeduldige und unerfahrene Gärtner greifen hier lieber auf vorgezogene Kräuter aus dem Gartenfachhandel zurück. Von Kräuterpflanzen aus der Gemüseabteilung des Supermarkts ist eher abzuraten, diese sind meist nicht besonders haltbar. Für besonders wüchsige Pflanzen wie Minze und Melisse gibt es oft die Möglichkeit von einem befreundeten Gartenbesitzer Ableger zu bekommen.

Kräuter aufbewahren und trocknen

Im Winter liegt auch der größte Teil des Kräuterbeets brach. Viel Kräuter befinden sich entweder in Winterruhe und treiben erst im Frühling wieder aus, oder müssen erst wieder gesät werden. Der Sommer ist eine gute Zeit um Kräuter aus eignem Anbau zu ernten und zu konservieren. Saftige Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch schmecken frisch meist besser als getrocknet. Frieren Sie diese zerschnitten mit etwas Wasser in Eiswürfelformen ein, um kleine Aromabomben für den Winter zu haben. Andere Kräuter trocknen Sie am besten in einer Papiertüte um Aromaverlust zu vermeiden, nach einer Trocknungsphase füllen Sie die Kräuter am besten Luftdicht verschlossen in Gläser ab, getönte Gläser können auch direkt auf der Küchentheke stehen.

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