Trockenblumen arrangieren: Dekorationsmöglichkeiten und Tipps

Trockenblumen konservieren den Sommer und sorgen für Urlaubsgefühle in den eigenen vier Wänden – und das nicht nur in den Sommermonaten, sondern auch in der kühleren Jahreshälfte. Frische Blumen vergehen, doch in getrockneter Form sind sie für die Ewigkeit bestimmt. Selbst, wenn Sie keinen grünen Daumen besitzen, halten Trockenblumen in Ihrem Zuhause ein Leben lang. Denn die filigranen Schönheiten benötigen weder Wasser noch Licht. Ganz im Gegenteil: Wenn sie zu viel Sonnenlicht ausgesetzt sind, führt es lediglich dazu, dass sie verblassen. In dunkleren Ecken hingegen verzaubern die zarten Gebilde mit ihrem einzigartigen Charme.

Besonders gut harmonieren Trockenblumen mit Vintage-Möbelstücken oder Accessoires im Boho-Style. Doch auch modern eingerichtete Häuser oder Wohnungen profitieren von der Gemütlichkeit, Wärme und Nostalgie, die Trockenblumen ausstrahlen. Daher überrascht es kaum, dass Trockenblumen in den letzten Jahren zum angesagten Interior-Trend geworden sind und als langlebige Dekoartikel so manches Zuhause verschönern.

Da es nicht nur unzählige Trockenblumenarten, sondern auch diverse Dekorationsmöglichkeiten gibt, sind bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Um bei dieser Vielfalt nicht den Überblick zu verlieren, stellen wir Ihnen vier beliebte Deko-Ideen vor, die die getrockneten Blüten perfekt in Szene setzen.

Klassisch als Strauß

Genau wie frische Schnittblumen können auch Trockenblumen als Bouquet arrangiert werden. Für diese klassische Verwendung sind alle Blumen unseres Shops geeignet. Damit die selbst gebundenen Sträuße am Ende auch harmonisch wirken, sollten die verwendeten Blumen und Gräser farblich aufeinander abgestimmt sein. Besonders schön wirken Arrangements aus Trockenblumen in verschiedenen Beigetönen. Auch cremefarbene und weiße Blüten ergeben zusammen kombiniert ein stimmiges Bild. Für mehr Farbe sorgen Farbtupfer in Blau oder Gelb. Dafür eignen sich unter anderem unser getrockneter Lavendel oder gelbe Trockenblumen.

Wer es extravaganter mag, fügt dem Strauß Palmwedel oder Mohn hinzu. Auch ein Bouquet, das ausschließlich aus dem trendigen Pampasgras besteht, ist denkbar. Der beliebte Eukalyptus macht sich nicht nur in Grün gut, sondern auch im roten oder purpurnen Gewand.

Damit der Strauß verzaubert, sind nicht nur die richtige Farbkombination und außergewöhnliche Elemente wichtig. Vielmehr geht es darum, dass ein Strauß lebendig und dreidimensional wirkt. Um diesen Effekt zu erzielen, sollten Blumen unterschiedlicher Größe und Höhe verwendet werden. Das verleiht dem Bouquet die gewünschte Tiefe und Lebendigkeit.

Als Vase eignen sich so gut wie alle Materialien. Da es sich um eine Dekoration aus Trockenblumen handelt, muss das Gefäß noch nicht einmal wasserdicht sein. Sehr schön sind Vasen aus Keramik, Ton oder Glas. Doch auch Stein- und Holzbehälter passen gut zu den fragilen Kunstwerken. Was die Farbe betrifft, sind unauffällige, helle Farbtöne zu empfehlen. Diese lenken nicht von der Blumenpracht ab, sondern verschwinden stattdessen im Hintergrund. So bleiben die Blumen im Mittelpunkt.

Für alle, die im Moment gerade keine Zeit oder keine Lust zum Basteln haben, bieten wir in unserem Deko Shop auch fertige Trockenblumen-Sträuße an.

Extravagant in der Luft

Blumenwolken sind vor allem eins: extravagant. Immer häufiger schmücken die imposanten Kunstwerke aus Draht und Trockenblumen festlich gedeckte Tische. Sie sind Hingucker, die die Gäste staunen lassen. Dabei ist die Herstellung solcher “Wolken” überraschend einfach.

Material:

– Draht (durchsichtig)
– Drahtnetz
– Trockenblumen

Vorgehen:

Zuerst werden die Enden des Drahtnetzes nach oben gebogen (bis sich Netzanfang und Netzende berühren). Auf diese Weise entsteht ein Rohr. Dieses bildet die Grundlage der Blumenwolke. Damit das Drahtnetz in dieser Position bleibt, werden die beiden Enden mit durchsichtigem Draht aneinander gebunden.

Das Drahtrohr wird nun mit dem durchsichtigen Draht an zwei Haken an der Decke aufgehängt. Dies erleichtert das spätere Arbeiten. Nun sollte das Rohr quer über dem Tisch hängen, die beiden Öffnungen zeigen zur Seite.

Die Trockenblumen werden anschließend durch die Maschen gesteckt und so an dem Drahtrohr befestigt. Blumen, die sich immer wieder aus dem Drahtnetz lösen, können mithilfe des durchsichtigen Drahtes noch besser an der Röhre befestigt werden. Wenn alle Drahtmaschen durch Trockenblumen verdeckt sind, ist der mittlere Teil der Wolke fertig.

Um das Kunstwerk zu vervollständigen, werden nun noch die beiden kreisrunden Öffnungen an der Seite mit Trockenblumen verschlossen. Hängt das Rohr gerade, sollten die Blumen ohne weitere Befestigung halten. Ansonsten hilft auch an dieser Stelle der durchsichtige Draht. Damit ist das Projekt “Blumenwolke” auch schon abgeschlossen.

Tipp:

Damit das rechteckige Konstrukt in seiner Form besonders stark an eine Wolke erinnert, sollten einzelne Trockenblumen weiter aus dem Drahtrohr herausragen als andere. Das erzeugt den unebenen Rand, den wir von echten Wolken kennen. Außerdem gilt bei Blumenwolken: Mehr ist mehr. Also bitte nicht zu sparsam mit den Trockenblumen sein. Schließlich erzeugt erst diese Fülle an Blüten und Gräsern die pompöse Wirkung der schwebenden Blütenpracht.

Zeitlos als Kranz

Obwohl Trockenblumen sehr fragil sind, lassen sie sich wunderbar zu Kränzen flechten. Neben unterschiedlichen Trockenblumen und dünnem (durchsichtigen) Draht ist dafür nur ein Metallring erforderlich. Dieser sollte einen Mindestdurchmesser von 30 Zentimetern haben. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.

Um den Kranz zu binden, werden die Trockenblumen zuerst zu “Mini-Sträußen” zusammengestellt. Diese werden mit dem durchsichtigen Draht zusammengebunden und enthalten jeweils nur wenige Trockenblumen. Anschließend wird Sträußchen für Sträußchen auf dem Metallring fixiert (ebenfalls mit Draht). So entsteht nach und nach ein üppiger Kranz aus Trockenblumen. Dabei muss der Ring jedoch nicht vollständig mit den Blüten bedeckt sein. Zur Hälfte gefüllte Kränze sehen ebenfalls sehr ästhetisch aus. Hier muss allerdings beachtet werden, dass der Ring am Ende sichtbar bleibt. Deshalb sollte bereits beim Kauf auf die Farbe geachtet werden. Am besten harmonieren Schwarz, Gold oder Roségold mit den Trockenblumen.

Mit einem durchsichtigen Draht wird der Kranz zum Schluss an der Decke, der Zimmertür oder an einer Wand aufgehängt. Für draußen sind Kränze aus Trockenblumen nicht geeignet.

Um den Kranz auf seine Umgebung abzustimmen, sollten unter anderem Farben verwendet werden, die sich in unmittelbarer Nähe des Kranzes befinden. In vielen Fällen ist es zudem ratsam, nur drei bis fünf verschiedene Farben zu verwenden. Damit das Gebinde dennoch vielfältig erscheint, können unterschiedliche Blumenarten im selben oder ähnlichen Farbton verwendet werden. Für alle, die bei der Farbwahl auf Nummer sicher gehen wollen: In unserem Deko Shop bieten wir auch Mischungen aus Trockenblumen an, die bereits farblich aufeinander abgestimmt sind.

Elegant hinter Glas

Nicht nur Rosen, sondern auch Trockenblumen machen sich hervorragend hinter Glas. Bei dieser Dekorationsidee gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:

– Im Reagenzglas
– In der alten (durchsichtigen) Apothekerflasche
– Im Einmachglas
– In der Glasflasche (Getränkeflasche)

Jedes dieser Gefäße eignet sich, um Trockenblumen perfekt in Szene zu setzen. Insbesondere die Apothekerflasche ist ein echter Blickfänger. Um die Trockenblumen im Behälter zu arrangieren, werden sie von Hand mit dem Stil nach unten in das vorgesehene Glas gesteckt. Im Anschluss können die Blumen im Innern des Glases entweder mit dem Finger oder mit einer Pinzette zurecht gezupft werden. Fertig ist die stilvolle Blumendekoration. Die gefüllten Gläser machen sich nicht nur auf der Kommode, dem Nachttisch oder dem Esstisch gut, sondern können auch auf einem Schrank, einem Hocker oder einer Holzbank drapiert werden. So oder so: Die Blumengläser fangen den Zauber von Wildblumenwiesen ein und konservieren ihn für die Ewigkeit.

Besonders elegant wirken Trockenblumen auch unter Glasglocken. Für dieses Arrangement werden eine Glasglocke mit Holzuntersetzer, ein Steckschwamm sowie Trockenblumen benötigt. Zuerst muss der Steckschwamm auf die richtige Größe zugeschnitten werden. Dafür sollte er einige Zentimeter kleiner als der Holzuntersetzer sein, auf dem er später drapiert wird. Nun wird erst der Rand des Schwammes und dann die Oberseite mit getrockneten Blumen verziert. Dazu werden die Stile einfach in den Schwamm gesteckt. Am Ende sollte der Steckschwamm unter dem Blütenmeer verschwunden sein. Genau wie beim traditionellen Blumenstrauß sorgen auch hier verschiedene Blumenarten und Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Blüten für Lebendigkeit und Tiefe. Allerdings muss beim Dekorieren darauf geachtet werden, dass die künstliche Blumenwiese nicht zu hoch wird. Ansonsten passt sie nicht mehr unter die Glashaube, die zum Schluss über den Holzuntersetzer gestülpt wird.

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