So wird es gemütlich im neuen Haus

Gemütlichkeit, Wohnlichkeit, Vertrautheit. Alle groben Arbeiten wie neue eingebaute Fenster, Stromleitungen sind erledigt, vielleicht sind auch erste Renovierungsarbeiten schon geschafft, die Tapeten sind an den Wänden, Bodenbeläge sind verlegt, diverse alte Möbel und Gegenstände sind mit eingezogen, aber bei der Gemütlichkeit herrscht Fehlanzeige, die Räume fühlen sich fremd an. Unser Zuhause ist auch immer eine Art Schutzraum, ein vertrauter Kokon in den wir uns nach langen Arbeitstagen zurückziehen und so richtig „Wir selbst sein“ können. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Elemente eines Raumes, die Sie beeinflussen können, um einen Raum so richtig gemütlich und wohnlich zu machen.

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Die Raumakustik mit Möbeln und Textilien beeinflussen

Es wird Ihnen sicherlich bei Umzügen schon aufgefallen sein, leere Räume hören sich oft befremdlich an. Es hallt im Raum! Gerade in Räumen, die vorher viele Schallfänger wie Sofas, Betten oder gut gefüllte Bücherregale enthielten, fällt der Unterschied sehr stark auf. Der Klang in den Räumen wirkt kalt, unpersönlich und Ungemütlich. Neben Büchern und Polstermöbeln wirken Textilien allgemein als „Hall- und Schallschlucker“. Vorhänge schaffen nicht nur Schutz vor Sonneneinstrahlung, schaffen Dunkelheit und Privatsphäre, sie sind auch hervorragende Schallschlucker. Selbiges gilt für Teppiche und Teppichböden. Denken Sie darum bei der Raumakustik auch an Wohntextilien wie Teppiche und Vorhänge.

Warme Farben an den Wänden

Für manch einen ist der „cleane“ Look ein minimalistisches Must-Have, der Nächste fühlt sich ins Büro zurückversetzt – Die farbliche Gestaltung von Böden, Wänden und Wohntextilien spielt eine große Rolle für die Ausstrahlung der Räume. Auch für Weiß-Enthusiasten sind die Untertöne in der Wandfarbe wichtig. So gibt es Weißtöne mit grünen oder bläulichen Untertönen, die vielleicht auf den ersten Blick auffallen, aber mit der Zeit durchaus. Wählen Sie wärmere Weißtöne mit gelbem Unterton oder einem Unterton in Beige, wirkt ein Weiß nicht kühl. Auch bei Farben, die man auf den ersten Blick kategorisch als „kalt“ abstempeln würde wie Grau, Blau und Grün, gibt es subtile Unterschiede, es gibt durchaus Blautöne, die als warm wahrgenommen werden.

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Taktil und Optisch: Kissen, Decken, Schaffelle und andere Wohntextilien

Das neue Sofa oder die Sitzecke ist zwar bequem, aber noch nicht gemütlich? Häufig fehlt noch das  gewisse Etwas. Mit Wohntextilien wie Kissen, Plaids und Wolldecken schaffen Sie im Nu Gemütlichkeit! Kissen aus weichem Samt, mit schönem Muster oder spannender Textur überwinden die Sterilität der neuen Sitzlandschaft. Sie wollen ja schließlich nicht im Möbelhaus wohnen! Schaffelle laden geradezu zum herum-lümmeln auf der neuen Sitzgarnitur ein und dabei sind Sie so herrlich weich! Abends auf dem Sofa die neue Serienfolge genießen, dabei einen warmen Tee, einen heißen Kakao oder doch einen leckeren Rotwein mit dem Partner genießen und einfach entspannen, bedeckt mit einer wärmenden Woll-Decke oder einem Plaid.

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Gemütliche Teppiche

Teppiche, Vorleger und Läufer prägen die Raumatmosphäre deutlich mit! Sei es optisch über die eingenommene Fläche auf dem Boden, Akustisch als Minderung von Tritt-Schall und Hall im Raum, oder für das behagliche Gefühl an den Füßen. Ein kleiner Teppich neben dem Bett lässt uns gut in den Morgen starten, der erste Schritt aus dem Bett wird nicht gleich mit kalten Füßen bestraft. In der Sitzecke im Wohnzimmer sorgt ein Teppich ebenfalls für warme Füße, wenn wir es uns am Abend gemütlich machen. Ob der klassische Orientteppich, der Vintage-Teppich im Used-Look, der moderne Teppich mit geometrischen Mustern, oder der runde Boho-Teppich aus Naturmaterialien geknüpft – für jeden Einrichtungsgeschmack gibt es einen Teppich, der für mehr Gemütlichkeit im Raum sorgt.

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Duft – Raumdüfte, Diffuser und Lüften

Nach dem Einzug riecht die neue Bleibe häufig noch nach Tapetenkleister, den Ausdünstungen des neuen Laminats und denen von neuen Möbeln, also in der Regel noch fremd. Ihren Geruchssinn sollten Sie bei Überlegungen zur Behaglichkeit nicht Ausklammern, neben Hören und Sehen entscheiden wir auch in Sekundenbruchteilen über die Nase ob uns etwas behagt oder nicht! Neben häufigem Lüften helfen auch Raumdüfte wie Diffuser, Duftkerzen und Räucherstäbchen, das Haus zu Ihrem Zuhause zu machen. Düfte sind natürlich Geschmackssache, aber gerade Düfte wie Vanille und Zimt wirken auf viele Menschen sehr heimelig und gemütlich, damit eignen sie sich zum Beispiel für das Wohnzimmer. Zitrus-Düfte wirken eher aktivierend, sind damit also perfekt für das Homeoffice!

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Deko aus Naturmaterialien, Holz-Deko und Vintage-Deko

Holz-Deko versprüht eine urige Gemütlichkeit! Die Farbvielfalt der warmen Holz-Töne von Akazie, Kirsche, Rosenholz und Co. ist riesig. Von rötlichen Tönen, über fast goldene Honigtöne, verschiedene spannende Holzmaserungen – Holz-Deko und Echtholz-Möbel sehen einfach toll im Raum aus! Vintage-Deko verleiht dem Raum etwas Gelebtes, etwas Echtes! Lassen Sie sich inspirieren von nostalgischen und natürlichen Wohntrends wie Cottage-Core, Dark-Academia, Landhaus und Boho-Chic! Beim minimalistischen Japandi-Stil spielt gerade das „Wabi-Sabi“, das gelebte, das Unperfekte eine Rolle, mehr über Japandi und Wabi-Sabi finden Sie in diesem Blogartikel!

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Bilder, Gemälde, kleine Wandregale und andere Wand-Deko

Kahle Wände in strahlendem Weiß wirken auf den ersten Blick vielleicht besonders klar und sauber, so manch einer ist Fan des absolut puristischen, aber Wand-Deko belebt den Wohnraum ungemein! Kombinieren Sie Wandobjekte und Bilder zu einer Gallery-Wall, oder setzen Sie gezielt Objekte oder Bilder in den Blickpunkt, die Sie bewusst in Szene setzen möchten. Für viele Menschen gehören auch persönliche Fotos zur Raum-Deko dazu. Die Anbringung kleiner Wandregale bietet Ihnen die Möglichkeit auch andere Deko-Objekte und lieb-gewonnene Kleinode, wie zum Beispiel Urgroßmutters schönste Teekanne, oder Mitbringsel von spannenden Auslandsreisen in Ihre Raum-Deko zu integrieren und so mehr Leben und gute Erinnerungen in die Gestaltung der neuen Bleibe einfließen zu lassen.

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Gemütliche Beleuchtung: Stimmungslichter, Kerzen und Co.

Bei Beleuchtung ist Zwischen der reinen Zweck-Beleuchtung – der Erhellung des Raumes und der Stimmungsbeleuchtung zu unterscheiden. Nehmen Sie das Wohnzimmer, herrscht große Aktivität und Betriebsamkeit, sollte die Lampe einigermaßen hell scheinen, neigt sich der Tag dem Ende zu, darf die Beleuchtung ruhig dezenter, subtiler und viel wärmer ausfallen als sonst. In der Sitzecke beim Sofa, auf dem Nachtisch im Schlafzimmer, in der Ruhe-Ecke auf dem Balkon oder der Terrasse   soll vor allen Dingen entspannt werden, dafür bietet sich warme Beleuchtung in Form von Stimmungslichtern an. Lampenschirme mit goldenen Reflektoren und Vintage-Glühbirnen (Edison-Lampen) bieten besonders schönes Licht. Auch indirektes Licht wirkt sehr Gemütlich. In diesem Blogartikel finden Sie mehr Tipps zur Gemütlichen Beleuchtung Ihrer Wohnräume.

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Elegante Kerzenleuchter, verspielte Windlichter und LED-Kerzen mit beweglicher Flamme

Kerzenlicht ist einfach schön und schafft im Nu Gemütlichkeit! Im goldenen Schein der Kerzen lässt es sich so richtig schön Entspannen, zum Beispiel bei einem guten Buch. Schon in der skandinavischen Hygge-Lebensphilosophie, spielen Kerzen eine tragende Rolle. Das Kerzenlicht sorgt für Heimeligkeit, das Entzünden der Kerzen läutet eine „hyggelige“ Auszeit ein. Ob nostalgisch angehaucht, oder in modernen Designs: Die Auswahl an Kerzenleuchtern ist groß. Auch beim romantischen Candlelight-Dinner sind Kerzen kaum wegzudenken. Insbesondere im Schlafzimmer oder in Regalen sind auch LED-Kerzen eine tolle Idee um Gemütlichkeit Herzustellen, ohne unbeabsichtigt einen Brand zu verursachen. Inzwischen gibt es die elektrischen Kerzen auch mit beweglicher Flamme, sodass sie dem Original inzwischen täuschend echt sehen.

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Ankommen braucht Zeit!

Vertrautheit mit dem neuen Zuhause, entwickelt sich wie in einer neuen Beziehung oft erst mit Zeit.  Der Stress, der mit dem Umzug, der Renovierung oder einem eventuellen Neubau einhergeht, belastet oft das Einzugserlebnis, von der Freude über die neue Bleibe bleibt häufig erst einmal Erschöpfung zurück. Geben Sie sich Zeit, Leben Sie sich ein! Nicht optische Komponenten wie die Einrichtung, akustische, wie die Raumakustik und olfaktorische wie der Duft spielen eine Rolle für die Gemütlichkeit, gelebter Alltag und neue Erinnerungen schaffen Vertrautheit und Geborgenheit im neuen Zuhause.

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